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Um was es geht, erklärt Hans-Joachim Reck im
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Bis zum Sommer sollen die Swü und die TWF zur...
Neugründung soll begeistern
Bis zum Sommer sollen die Stadtwerke Überlingen und die Technischen Werke zur Stadtwerke Bodensee GmbH werden.
„Synergien allein“ seien zu wenig, sagte Friedrichshafens Oberbürgermeister Andreas Brand beim gestrigen Pressegespräch zur geplanten Neugründung einer „Stadtwerke Bodensee GmbH“ durch die Technischen Werke und die Stadtwerke Überlingen: „Da muss Emotion dahinter sein.“ Und die war bei ihm wie bei Überlingens Oberbürgermeisterin Sabine Becker zu spüren. Die Initiative sei von Überlingen ausgegangen, erklärte Becker. Sie habe im Frühsommer das Gespräch gesucht mit dem Interesse, zwei starke Partner zusammenzuführen. „Wir wollen gemeinsam weiter wachsen“, erklärten Brand und Becker unisono.
Die Euphorie der beiden Geschäftsführer war gestern mit Händen zu greifen. „Das wäre einfach genial“, erklärten Alfred Müllner (TWF) und Klaus Eder (SWÜ), „wenn die Kommunen diesen Weg mitgehen würden.“ Beide sollen auch künftig Geschäftsführer bleiben. Das vor den Gesprächen angelaufenen Bewerbungsverfahren für die vakante Geschäftsführerstelle in Friedrichshafen sei damit hinfällig, betonte OB Brand. Wenn jemand die Neugründung erfolgreich umsetzen könne, dann die beiden derzeitigen Verantwortlichen Müllner und Eder.
Der Sitz der künftigen Gesellschaft Stadtwerke Bodensee wird in Überlingen sein, der Verwaltungssitz in Friedrichshafen. Mitte des kommenden Jahres sollen die Verträge unterzeichnungsreif sein, um noch vor der Sommerpause die erforderlichen Beschlüsse der Gemeinderäte zu bekommen. Rückwirkend zum 1. Januar 2012 könnten die neuen Stadtwerke Bodensee dann Bestand haben.
Positiv wertete Andreas Brand, dass beide Mitarbeitervertretungen die Pläne dezidiert mittragen würden. „Das finde ich klasse.“ Es werde auch mit Sicherheit keine Kündigungen geben, hatten die Oberbürgermeister zuvor ausdrücklich betont. „Wir brauchen jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter“, hieß es: „Wir werden sogar einige attraktive Stellen schaffen.“ Abhängig von der Ansiedlung der verschiedenen Kompetenzzentren könne allenfalls der Einsatzort wechseln. „Doch das sollte bei unseren Entfernungen kein Problem sein“, erklärte Müllner. Die verkehrswirtschaftlichen Unternehmungen und Beteiligungen der Technischen Werke Friedrichshafen wie die Parkhäuser und deren Betrieb durch die Stadtwerke in Überlingen sollen nicht in die Gesellschaft integriert werden. Die Sponsoring- Aktivitäten für Kultur, Sport und Soziales wollen beide wie bisher ausschließlich vor Ort tätigen.
Ein „kreispolitischer Gewinn“ könne die Neugründung einer Stadtwerke Bodensee GmbH durch die Technischen Werke Friedrichshafen und die Stadtwerke Überlingen auf jeden Fall werden, erklärte OB Andreas Brand auf die Frage, wie begeistert das Landratsamt über die gemeinsamen Pläne sei. Das müsse doch auch Landrat Wölfle freuen. Der hatte eher mit Skepsis die jüngsten offensiven Aktivitäten und Kooperationen der kommunalen Stadtwerke beobachtet, zumal der Bodenseekreis Gesellschafter der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke und damit Aktionär der EnBW ist. „Ich bin da ganz entspannt“, sagte OB Brand. „Ich bin nicht im Kreistag und will auch nicht rein.“
Quelle: www.suedkurier.de, 23.12.2011