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Donnerstag 10. November 2011

Energiegemeinschaft

Die Möglichkeit einer gemeinsamen kommunalen...


Energiegemeinschaft

Die Möglichkeit einer gemeinsamen kommunalen Energieversorgung erörtern derzeit die Gemeinden Meersburg, Daisendorf, Hagnau und Stetten. Die erste Stufe wäre die Gründung einer „Netzeigentumsgesellschaft Westlicher Bodenseekreis“ (NeWeBo).

Dazu brauchen die Kommunen, die in der Gesellschaft die Mehrheitsanteile halten wollen, als Partner einen Energieversorger. Für die Suche nach geeigneten Bewerbern haben die Gemeinden, zusammen mit einer einschlägig erfahrenen Anwaltskanzlei und einem Fachplanungsbüro, jetzt einen „Verfahrensbrief mit Kriterienkatalog und Bewertungsmatrix“ erstellt, dem die einzelnen Gemeinderäte zustimmten.

Bewerber müssen sich äußern in den Bereichen Einflussnahme/Unternehmensstruktur, Ökologie, Risikominimierung und Rentabilität sowie beantworten, ob sie offen für die Beteiligung weiterer Gemeinden wären. Im Bereich Ökologie spielt etwa eine Rolle, wie der Bewerber zu Bürgerbeteiligungsmodellen bei der Stromerzeugung steht und wie er in punkto neue Technologien aufgestellt ist. Bis zum 10. Januar sollen die Bewerbungen vorliegen, danach entscheiden die Gemeinden weiter.

Zu den Bewerbern zählen derzeit die EnBW, Stadtwerke Überlingen, Technische Werke Friedrichshafen und Regionalwerk Bodensee. Letzteres ist seit 2008 ein sieben Gemeinden umfassender Energieversorger im östlichen Bodenseekreis. (flo)

Quelle: Südkurier, 10.11.2011