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Samstag 24. Juli 2010

Ein Ende der Chlorung ist in Sicht

Swü installiert UV-Filter zur Desinfektion des Trinkwassers...


Ein Ende der Chlorung ist in Sicht

Stadtwerke Überlingen installieren UV-Filter zur Desinfektion des Trinkwassers für Lippertsreute, Ernatsreute und Bambergen

Überlingen (hpw) Bis heute weiß keiner genau, wo die vereinzelten coliformen Bakterien im Trinkwassernetz von Lippertsreute, Ernatsreute und Bambergen herkamen, die seit Herbst 2009 für Aufregung sorgen. Das Gesundheitsamt hatte daraufhin eine Chlorung des Wassers angeordnet, was wiederum manchem Kunden unangenehmen in die Nase stieg. Die Spekulationen über die Ursache der Verkeimung schossen ebenfalls ins Kraut.

Im März hatten die Stadtwerke daher in Bambergen eine Bürgerinformation zu dem Thema angeboten. Mittlerweile ist in dem Einzugsgebiet der Quelle auch das beklagte Totholz beseitigt worden, das unter Umständen eine Belastung für das Wasser hätte sein können. Zwischenzeitlich haben die Stadtwerke auch die Tests vorgenommen, ob das Quellwasser die erforderliche konstante Klarheit für eine effektive UV-Wirkung aufweist. „Diese Werte waren optimal“, ist Wassermeister Gerhard Scheu zufrieden. Und SWÜ-Geschäftsführer Klaus Eder ergänzt: „Das Wasser aus der Hangquelle ist durch die Filterwirkung des Bodens kristallklar.“

Bald wird es auch völlig frei von vereinzelten Keimen sein. Nach Inbetriebnahme der UV-Anlage werden die SWÜ auch auf die Chlorung an den beiden Hochbehältern verzichten können. Obwohl deren Intensität geringer ist als bei der Bodenseewasserversorgung, hatten sich Bürger vereinzelt daran gestört. Erfreut war SWÜ-Geschäftsführer Eder auf der anderen Seite, dass die Bürger bewusst dem eigenen Quellwasser den Vorzug geben wollten. Dafür investieren die Stadtwerke hier insgesamt rund 120 000 Euro. In dieser Woche wurde das große Betongehäuse angeliefert und in die Baugrube gehievt. Nach Ende der Sommerferien soll der Einbau der UV-Anlage abgeschlossen sein.

Der Durchfluss durch die Anlage beträgt bis zu zehn Liter pro Sekunde, das entspricht 900 Kubikmetern Wasser am Tag. In allen Phasen von Planung und Umsetzung habe man eng mit dem Gesundheitsamt zusammen gearbeitet, betont Wassermeister Gerhard Scheu. Die Behörde hatte Anfang des Jahres auch die Chlorung des Trinkwassers angeordnet.

Quelle: Südkurier, 24.07.2010