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Um was es geht, erklärt Hans-Joachim Reck im
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Bewohner des Frickinger Ortsteisl Altheim, der Weiler...
Bald gibt's schnelleres Internet
Bewohner des Frickinger Ortsteils Altheim, der Weiler Bruckfelden und Rickertsweiler und mehrerer Aussiedlerhöfe können sich freuen: Sie sollen bald schnelleres Internet bekommen.
Jürgen Deller von der „tkt teleconsult“ hat im Gemeinderat eine Konzeptstudie mit Lösungsvorschlägen vorgestellt, wie dieser Bereich der Gemeinde künftig flächendeckend mit DSL versorgt werden kann.
Die Versorgung durch ein Glasfaserkabel sei mittel- bis langfristig die beste Lösung, denn hier gebe es nahezu keine Bandbreitenlimitierung, sagte Deller. Zwar könne man eine Versorgung auch schnell und günstig mit einer Richtfunkanlage sicherstellen, hier sei die Übertragungsrate aber begrenzt.
Jürgen Deller schlug vor, mit einem Schaltverteiler am Ortseingang von Altheim zu arbeiten. Von hier aus könne das Kupferverteilernetz der Telekom genutzt werden, um das DSL-Signal in die Gebiete Bruckfelden, Rickertsweiler und weitere Außenbereiche zu bringen.
Zur Umsetzung dieser Maßnahme seien Gespräche mit den infrage kommenden Betreibern notwendig, sagte Bürgermeister Joachim Böttinger. Ziel müsse sein, einen für die Gemeinde zuwendungsfreien Ausbau zu erreichen. Ein gangbarer Weg sei, die Leitungsverlegung den Stadtwerken Überlingen (SWÜ) zu überlassen und einen privaten, regionalen Anbieter als Betreiber der Anlage zu suchen.
Wie der Geschäftsführer der Stadtwerke Überlingen, Klaus Eder, deutlich machte, sei die SWÜ gerne bereit, die entsprechende Infrastruktur zu schaffen. „Wir können die Leerrohre legen, Glasfaser einziehen und an Provider vermieten.“ Dieses Verfahren sei für die Gemeinde zuschussfrei und die Endkunden seien im besten Fall nicht an einen Anbieter gebunden. „Im Prinzip können mehrere Anbieter auf das Kabel gehen. Wenn mehrere Anbieter Interesse haben, kann der Verbraucher dann auswählen und das fördert auch den Wettbewerb.“
Auf die Frage eines Bürgers, in welchem Zeitraum der DSL-Anschluss in Altheim und Umgebung realisiert werden soll, sagte Eder: „Das liegt daran, wie schnell sich ein Provider findet.“
Bürgermeister Joachim Böttinger machte deutlich, wie sehr der Gemeinde daran gelegen sei, schnell eine gute DSL-Versorgung zu erreichen: „Das ist gerade für kleinere Gemeinden überlebenswichtig. Es sichert und schafft Arbeitsplätze und sorgt für neue Einwohner.“
Im Zuge der Daseinsvorsorge sei eine schnelle Internetverbindung unabdingbar. „Und wenn wir die Daseinsvorsorge in früheren Zeiten nicht ernst genommen hätten, hätten wir heute noch in manchen Orten kein Telefon. Das muss man einfach so hart sagen“, erklärte Böttinger.
Die DSL-Versorgung in Altheim ist deshalb so schlecht, weil der Teilort am weitesten vom Hauptverteilerstandort Heiligenberg entfernt ist. Von hier aus führt ein Kupferkabel durch die einzelnen Orte, also zunächst durch Leustetten, dann durch Frickingen und zuletzt durch Altheim.
„In Bruckfelden und manchen Aussiedlerhöfen kommt derzeit gar nichts an“, machte Deller deutlich. Die Versorgung durch Kabel BW sei hier lückenhaft und die niedrige Bandbreite, die durch die Telekom geliefert wird, mache zusätzlich eine Verbesserung in diesem Bereich nötig, ergänzte Bürgermeister Joachim Böttinger.
Quelle: Südkurier, 22.07.2010